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Marsman Therapie
   
   
     
   
  Geschichte  
 

 Was ist Manuelle Therapie Marsman?


Manuelle Therapie Marsman ist eine Manipulativtherapie, die namentlich Anwendung findet bei Wirbelsäulen- erkrankungen; mit Hilfe von bestimmten Handgrifftechniken werden Körpergelenke bei Störungen am Bewegungsapparat sowohl aktiv wie passiv wieder beweglich gemacht. Es wird danach gestrebt, die verschiedenen Teile der Wirbelsäule – zervikal, thorakal und lumbal – zu integrieren. Auch werden die Extremitäten behandelt, denn die verschiedenen Körperteile bzw. Gelenke stehen in enger Beziehung zu einander: der eine Teil macht ohne Wirkung des anderen Teils nicht mit. 

Wie kam es zur Gründung der MTM?

Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre besuchten die Physiotherapeuten Ben Gelevert und Herman Leferink sowie mehreren Spezialisten auf dem Gebiet der manuellen Medizin den Kurs ‘Manuelle Therapie’, den der renommierte Fysiotherapeut G. van der Bijl (senior) † damals abgab. Van der Bijl war bereits zu diesem Zeitpunkt von der Wirksamkeit des sogenannten ‘mobilen Prinzips’ überzeugt. Gelevert und Leferink wendeten mit lebhaftem Interesse einmal in der Woche das manipulative und mobilisierende Verfahren an; sie setzten die Manipulationstheorien in die Praxis um und gewannen während dieser Jahre wichtige Erkenntnisse. Aufgrund ihrer positiven Erfahrungen tan sich Gelevert und Leferink zusammen. Der Physiotherapeut Jaap Marsman † schließt sich den beiden Kollegen später an. Marsman hatte seinerseits harte Manipulationen in Anwendung gebracht, aber kam dann zur Entdeckung, daß eine behutsame, sanfte Berührungsweise zum gleichen, oder sogar noch besserem Ergebnis führen könnte. Marsman brachte den Kollegen ein neues Diagnoseverfahren und eine andere Behandlungsweise in Vorschlag. Die drei Männer schärften ihre Blicke für die aktiven und passiven Bewegungen der Patienten und gewannen neue Erkenntnisse. Die allmählich von ihnen neu entwickelte Behandlung, wobei sie sich in Diagnostik und Therapie spezieller Handgrifftechniken bedienten, nahm sie immer mehr in Anspruch. Auch bestrebten sie sich, die manuelle Therapie in die Physiotherapie als Ganzheit zu integrieren. Indem sie ihr neu entwickeltes Verfahren intensiv an Patienten erprobten und die Ergebnisse sorgfältig und systematisch evaluierten entwickelten die drei ein eigenes Konzept, das nach ihrem ältesten Gründer, Jaap Marsman, benannt wurde:
Manuelle Therapie Marsman.

Kurse

Die erfolgversprechende Therapie warf Fragen bei anderen Physiotherapeuten auf. Es wurde beschlossen, einen Kurs zu organisieren, den am Anfang in der Region Twente und in Eindhoven abgehalten wurde, wo sich dann noch die Ausbildungsstätte für manuelle Medizin befand ( später wurde sie als SOMT bezeichnet). Im Jahre 1982 wurde die Ausbildung der Manuellen Therapie Marsman nach De Lutte versetzt. Das Sekretariat befindet sich in Denekamp. Neben Kursstunden, die vorwiegend die Wirbelsäule und das Integrieren des Zervikalen mit sowohl dem thorakalen, wie lumbalen Körperteil als Thema haben, gibt es auch den Kurs ‘ Extremitäten’, sowie den Kurs ‘ Schädelknochen in Beziehung zur Wirbelsäule’. Es wird Ihnen die Möglichkeit geboten, Ihre fachlichen Kenntnisse zu erweitern oder aufzufrischen.
Um die Manuelle Therapie Marsman erfolgreich anzuwenden, ist es unbedingt notwendig, daß man einen so gut und detailliert wie möglichen Einblick in die Beschaffenheit und das ungehemmmte Funktionieren der Wirbelsäule bekommt. Ferner soll man das Erkennen und Diagnostizieren von rückbildungsfähigen Funktionsstörungen der Wirbelgelenke vervollkommnen. Den Verlust an Gelenkspiel deckt man auf, wenn man die optimale, bevorzugte Körperhaltung bzw. Bewegung eines Patienten entdeckt hat. Anhand dessen kann man Genaueres bestimmen und definieren. Der Erfolg der Behandlung ist auch von der räumlichen und dreidimensionalen Einsicht des Therapeuten / der Therapeutin und dessen / deren Kenntnisse in bezug auf die passiven Bewegungen abhängig. Eine kundige Hand kann mit Hilfe der dreidimensionalen Mobilisationstherapie, der richtigen Grifftechniken, diese Gefügestörungen beseitigen. Verloren gegangene Bewegungen können wieder erlangt werden; die Dynamik der Wirbelsäule wird optimiert und behält diese auch möglichst lang.